Was ist die DGPE?

Die Deutsche Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE) hat sich zum Ziel gesetzt, die Paläoernährung (in der Presse bzw. öffentlichen Wahrnehmung auch gerne Steinzeiternährung genannt) in Deutschland populär zu machen und den Austausch unter ihren Anhängern zu fördern.

Paläoernährung ist ein Ernährungskonzept, welches größten Wert legt auf ursprüngliche, nährstoffreiche, gut verträgliche und im Einklang mit der Umwelt erzeugte Lebensmittel. Es ist das Konzept der Jäger und Sammler. 2,5 Millionen Jahre lang hat kein Mensch raffinierten Zucker gegessen.Es orientiert sich an den Nahrungsmitteln, die vor der Neolithischen Revolution, dem Beginn von Ackerbau und Viehzucht, gegessen wurden. 99,5 % der Entwicklungsgeschichte der Gattung Homo, des Menschen, fanden vor diesem Zeitpunkt statt.

2,5 Millionen Jahre lang hat kein Mensch (größere Mengen) Getreide- und Milchprodukte, Zucker oder industriell hergestellte Produkte gegessen. Diese sind erst seit den letzten 10.000 Jahren oder zeitlich noch kürzer verfügbar, ein evolutionsbiologischer Wimpernschlag. Auch wenn wir uns genetisch seit der Steinzeit etwas verändert haben – unser Stoffwechsel funktioniert noch nach denselben Prinzipien wie damals als unsere Hauptnahrung, je nach Region und Jahreszeit, aus Fleisch, Eiern und Fisch sowie Gemüse, Obst, Wildpflanzen und Nüssen bestand. Zusammen mit anderen Faktoren aus unserer Umwelt liefert eine aus diesen Lebensmitteln bestehende Ernährung in hohem Maße essentielle Ressourcen für die Steuerung und Funktionstüchtigkeit unseres komplexen Organismus.

Wissenschaftlich stützt sich das Ernährungs-Konzept auf die archäologischen Funde der Altsteinzeit, genetische Analysen und andere Messverfahren an Zähnen und Knochen, die das Ernährungsverhalten der Altsteinzeit rekonstruieren. Eine besondere Bedeutung kommt aber auch den heutigen weltweit noch existierenden gut untersuchten Naturvölkern und deren Nahrungsgewohnheiten zu. Dabei versucht das Paläo-Konzept nicht nur deren Essverhalten auf unsere moderne Lebensweise zu übertragen, sondern auch weitere natürliche Gesundheitsquellen wie Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten allumfassend zu integrieren.

Paläoernährung ist inzwischen auch in Deutschland eine Bewegung, die zu einem ganzheitlichen gesunden Lebensstil gehört. Sie ist kein starres Konzept, sondern eine vielseitige Ernährungsweise, die auf jedes Individuum zugeschnitten werden sollte.

An wen richtet sich diese Seite?

An Menschen, die sich kritisch mit Ernährung auseinandersetzen wollen. Paläoernährung hat nichts mit Höhlen und Mammuts zu tun. Sondern mit den Fragen, was die Logik hinter Ernährungsempfehlungen ist, was Studien wirklich sagen und was in sie hineininterpretiert wird und wie vielfältige Interessen die „richtige Ernährung“ beeinflussen.Ursprüngliche Lebensmittel sind wahrscheinlich nicht der Grund für neue Probleme.

Paläoernährung ist kein festes Dogma sondern ein Ausgangspunkt. Eine erste These, die man etwa so formulieren könnte: „Ursprüngliche Lebensmittel sind wahrscheinlich nicht der Grund für neue Probleme.“ Diese These steht, wie in guter Wissenschaft üblich, natürlich ebenso zur Diskussion, wie alle anderen Thesen zur gesunden Ernährung.